Willkommen beim Inter­diszipli­nären Fach­forum Rechts­medizin e.V.

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Wir begrüßen Sie auf der Informationsplattform des Interdisziplinären Fachforums Rechtsmedizin – einem unabhängigen, gemeinnützigen Verein mit dem Ziel, die Qualität der ärztlichen Leichenschau und der Todesermittlung in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Unsere Arbeit steht im Dienst von Rechtssicherheit, Patientenschutz und wissenschaftlich fundierter Aufklärung.

Wir fördern Austausch, Forschung und Fortbildung an der Schnittstelle zwischen Medizin, Justiz, Polizei und Gesundheitswesen. Besonders im Fokus steht dabei die Leichenschau als oft unterschätzter, aber essenzieller Bestandteil der Todesfeststellung und -bewertung. Der Verein setzt sich für klare Standards, interdisziplinäre Kooperation und eine fundierte Qualifizierung der beteiligten Personen ein.

Im Folgenden laden wir Sie ein, sich gezielt über unsere Schwerpunkte zu informieren: von Fort- und Weiterbildungsangeboten über Studien zur Qualität der Leichenschau bis hin zur Rolle der interdisziplinären Zusammenarbeit. Jeder Bereich wird mit einem kurzen Teasertext eingeleitet – steigen Sie ein und erfahren Sie, warum die Leichenschau mehr ist als eine ärztliche Pflicht.

Leichenschau und Todesermittlungen

Die ärztliche Leichenschau ist ein zentrales, aber oft unterschätztes Element der Todesermittlung – mit weitreichenden Folgen für Medizin, Recht und Gesellschaft. Als Interdisziplinäres Fachforum Rechtsmedizin sehen wir es als unsere Aufgabe Ihnen einen umfassenden Überblick über die rechtlichen Grundlagen, praktischen Abläufe und typischen Herausforderungen in verschiedenen Kontexten: ob im Krankenhaus, am Fundort eines Verstorbenen oder bei der zweiten Kontrolle im Krematorium. Anschaulich wird dargestellt, welche Fehlerquellen bestehen, worauf Ärztinnen und Ärzte besonders achten müssen und welche Anforderungen mit jeder Situation verbunden sind. Ergänzt wird unser Angebot durch aktuelle Studien, die Fehlerquoten und Reformbedarf aufzeigen, sowie aktuelle Beschlusslagen und einen Ausblick auf die aktuelle Entwicklung – eine wertvolle Informationsquelle für alle, die sich vertiefend mit der Praxis der Leichenschau in Deutschland auseinandersetzen möchten.

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Plausibilitätsprüfung als Schlüssel zur Qualitätskontrolle der Leichenschau

Fehler bei der Leichenschau können weitreichende Folgen haben – von falscher Todesursache bis hin zur Übersehen von nicht-natürlichen Todesfällen. Wir erklären hier, wie eine systematische Plausibilitätsprüfung, etwa durch unabhängige, externe und speziell qualifizierte Ärztinnen und Ärzte, helfen kann, Dokumentationen zu validieren, Verdachtsfälle rechtzeitig zu erkennen und den Prozess abzusichern. Mit dieser Lösung wird Leichenschau zur ernsthaften Sicherheitsmaßnahme – und bleibt nicht mehr nur ein bürokratischem Akt.

Fort- und Weiterbildung

Die rechtsmedizinische Versorgung ist in Deutschland nicht optimal geregelt. Es gibt kein engmaschiges Betreuungsnetz. Die meisten Institute haben sich an die Universitäten zurückgezogen. In den großen Flächenländern muss man nicht selten mehr als 100 km zurücklegen, um auf einen Rechtsmediziner zu stoßen. In der Praxis bedeutet das, dass jemand, der eine rechtsmedizinische Fragestellung zu beantworten hat, im Regelfall auf sich allein gestellt ist: Der Arzt, der plötzlich vor die Frage gestellt wird, ob die Hämatome bei einem Kleinkind vom Spielplatz stammen oder vielleicht doch Zeichen einer Kindesmisshandlung sind. Und der Polizist, der sich bei einer Anzeige entscheiden muss, ob die behauptete Schlag- nicht doch eine Sturzverletzung ist.
Was wir zum Thema Fort- und Weiterbildung anbieten und empfehlen entnehmen Sie dem folgenden Link.

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Forensik-Atlas und Online-Schulung

Mit dem Großen Atlas der Gerichtsmedizin steht die größte frei zugängliche Sammlung rechtsmedizinischen Wissens online zur Verfügung – mit über 4000 Abbil­dungen, zahlreichen Fallbeispielen und zweisprachigen Inhalten. Ergänzend dazu bietet die praxisorientierte Onlineschulung zur Leichenschau fundiertes Wissen zu Untersuchung, Todeszeitbestimmung und rechtlichen Vorgaben, inklusive Zertifikat und Fortbildungspunkten. Ein einzigartiges Angebot für die Ärzteschaft und die Ermittlungsbehörden, die ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten.

Forensic-Atlas der Gerichtsmedizin

Der Forensik-Atlas

Der Große Atlas der Gerichtsmedizin ermöglicht es jedem Interessenten rund um die Uhr und an jedem Ort der Welt mit Internetzugang aktuelles rechtsmedizinisches Wissen in deutscher und englischer Sprache abzurufen. Mit mehr als 4000 Fotos, Zeichnungen und Tabellen sowie mehr als 120 Fallbeschreibungen ist er die größte öffentlich zugängliche forensisch-medizinische Sammlung dieser Art. Zielgruppen sind Ärzte und Todesermittler. Alle Landespolizeibehörden der deutschen Flächenländer nutzen ihn im Abo.

Onlinekurs Qualifizierte Leichenschau

Online-Schulung Qualifizierter Leichenschauer

Der Kurs vermittelt praxisnahes Vorgehen, Verhalten am Fundort, Todeszeitbestimmung und das Ausfüllen der Todesbescheinigung. Zudem werden rechtliche Fragen und Meldepflichten behandelt. Nach Selbststudium kann das Wissen in vier Prüfungsblöcken geprüft und bei Erfolg mit Zertifikat sowie 12 Fortbildungspunkten honoriert werden. Das bislang einzigartige Angebot setzt die Forderungen nach Professionalisierung der Leichenschau erstmals um.

Spurenlose nicht natürliche Todesfälle im Vergleich zur Kriminalstatistik

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spurenlose nicht natürliche Todesfälle im Jahr
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Personen starben laut Kriminalstatistik 2023
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Mal so viele Todesfälle wie in der Kriminalstatistik

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Leichenschau kann nur dann wirklich sicher und aussagekräftig sein, wenn alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten: Ärzteschaft, Polizei, Staatsanwaltschaft, Gesundheitsämter und viele mehr. Wir zeigen auf, wie entscheidend eine gut abgestimmte, interdisziplinäre Kooperation ist. Und genau dafür richten wir jedes Jahr eine Veranstaltung aus, die eben diese Interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern soll. Wer verstehen will, warum klare Rollen, Kommunikation und eine fachübergreifende Zusammenarbeit die Todesermittlungen effektiver und die Losung komplizierter Sachverhalte überhaupt erst möglich macht, sollte weiterlesen.

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Todesermittlungen 2025

Auch dieses Jahr findet wie gewohnt unsere Veranstaltungsreihe Todesermittlungen statt. Das Programm haben wir nebst der Anmeldung dafür hier bereit gestellt.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie die Programm der vergangenen Veranstlatungen finden Sie hier.

Programm zur Tagung 2025
Das Programm
Fachtagung_205.pdf

Wir arbeiten mit folgenden Institutionen zusammen

bdk - Bund deutscher Kriminalbeamter e.V.
Fachhochschule (für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege) MV

Der Verein

Wir stellen eine kompetente Plattform für interdisziplinäre Fortbildung und Vernetzung im Bereich Rechtsmedizin und Todesermittlung. Durch regelmäßige Tagungen stärken wir den interdisziplinären Austausch, fördern Qualitätsstandards und dienen als Forum für fächerübergreifende Problemlösungen in forensisch relevanten Fragen.

Ihr Kontakt zu uns

c/o J. Knipp
Am Güstrower Tor 16
19055 Schwerin

Telefon: 05952-941652
E-Mail: j.knipp@interfafo.de