Über den Horizont: interdiziplinäre Zusammenarbeit

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Die Zeiten, da ein Kriminalkommissar auch die kniffligsten Fälle alleine aufgeklärt hat, gehören der Geschichte an. Heute wird im Team ermittelt, wobei sich der Leiter einer Mordkommission nicht selten auf 5 und mehr Ermittler stützen kann. Neben der klassischen Spurensicherung durch den Kriminaltechniker kann der heutige Chefermittler auf eine Vielzahl von Spezialisten des Landeskriminalamtes oder auch externer Experten zurückgreifen. Er muss die Einzelergebnisse mit viel Erfahrung und Wissen wie ein Puzzle zusammenfügen, immer in der Hoffnung, dass ein klares Bild entsteht. Gespräche zwischen dem Chefermittler und den beigezogenen Experten sind das Normale; Gespräche zwischen den Experten eher die Ausnahme. Da der jeweilige Experte im Regelfall nur einen Tunnelblick auf den Fall hat, erfährt er meist nicht, auf welche Weise der Fall gelöst wurde und welchen Anteil er daran hatte. Im Laufe unserer Tätigkeit haben wir festgestellt, dass durchaus ein Interesse an einer fachübergreifenden Diskussion besteht. Vor mehr als 15 Jahren starteten wir ein Experiment, indem wir uns einen spektakulären, kriminalistisch anspruchsvollen Fall aufgriffen, alle an der Lösung beteiligten Experten zusammenriefen und den Fall noch einmal im Rahmen einer Fachtagung Todesermittlungen revuepassieren ließen. Kaum ein anderer Beruf lebt so sehr von der Berufserfahrung, wie der des Kriminalisten. Im Mittelpunkt stand dabei nie die Selbstdarstellung, sondern immer die Fehlerdiskussion. Diese Veranstaltung stieß auf unerwartet großes Interesse und ist heute bei vielen Todesermittlern ein fester Bestandteil in ihrem Terminkalender. Besonders freut uns, dass wir seit vielen Jahren immer auch Gäste aus dem benachbarten Ausland begrüßen dürfen.

Wenn es die Zeit ermöglicht, bieten wir zusätzlich zu dem speziellen Fall auch immer noch ein Update zu einem Fachthema an.

Unsere Tagung

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Besucher von Justiz, Rechtsmedizin und Rechtsprechung
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Tage Vorträge und Austausch
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Jahre lang eine informative Anlaufstelle

Todesermittlungen 2025

Auch in diesem Jahr erwartet Sie eine spannende und abwechslungsreiche Fachtagung, bei der wir uns mit zwei sehr unterschiedlichen, aber gleichermaßen anspruchsvollen Themenfeldern beschäftigen werden.

Der Donnerstag steht ganz im Zeichen eines außergewöhnlichen und komplexen Kriminalfalls. Im Mittelpunkt steht ein Albaner, der in seinem Heimatland wegen eines Tötungsdelikts rechtskräftig verurteilt wurde. Aus Angst vor Blutrache flieht er nach Deutschland. Doch die Familie des getöteten Opfers wird ebenfalls ermordet – auf offener Straße. Zwei Täter können zeitnah gefasst und verurteilt werden, neue Erkenntnisse führen jedoch zur Bildung einer weiteren Mordkommission. Die Spuren führen bis in die organisierte Kriminalität nach Holland, wo weitere Tatverdächtige festgenommen werden können. Von den insgesamt vier überführten Personen werden letztlich drei verurteilt. Der Fall zeigt eindrucksvoll die Herausforderungen grenzüberschreitender Ermittlungen und die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit.

Am Freitag richten wir den Blick auf den aktuellen Stand der Opferidentifizierung bei Großschadenslagen. Im Mittelpunkt steht dabei eines der größten Unglücke der letzten Jahre: die verheerende Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021. Extreme Unwetter führten in Teilen Westdeutschlands zu massiven Überschwemmungen mit tragischen Folgen – allein in der Eifel verloren 190 Menschen ihr Leben. Die Identifizierung der Opfer stellte Ermittlungsbehörden vor große Herausforderungen. Die Identifizierungskommission des BKA (IDKO) wurde eingesetzt, um mit ihrer Expertise bei der Identifikation der Verstorbenen zu unterstützen. Der Vortrag bietet spannende Einblicke in die Vorgehensweise und den Ablauf solcher komplexen Einsätze.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf eine erkenntnisreiche Fachtagung mit lebendigem Austausch und interessanten Diskussionen!

Das Programm zu unserer kommenden Tagung sowie der Anmeldung haben wir für Sie bereit gestellt.

Impressionen vergangener Tagungen

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Wir arbeiten mit folgenden Institutionen zusammen

bdk - Bund deutscher Kriminalbeamter e.V.
Fachhochschule (für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege) MV

Haben Sie Fragen zu unseren Tagungen?

Nehmen Sie gerne Kontakt auf

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung. Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren – ich unterstütze Sie gerne bei Ihrem Anliegen. Ihre Nachricht wird selbstverständlich vertraulich behandelt. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen.

Der Verein

Wir stellen eine kompetente Plattform für interdisziplinäre Fortbildung und Vernetzung im Bereich Rechtsmedizin und Todesermittlung. Durch regelmäßige Tagungen stärken wir den interdisziplinären Austausch, fördern Qualitätsstandards und dienen als Forum für fächerübergreifende Problemlösungen in forensisch relevanten Fragen.

Ihr Kontakt zu uns

c/o J. Knipp
Am Güstrower Tor 16
19055 Schwerin

Telefon: 05952-941652
E-Mail: j.knipp@interfafo.de